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Veröffentlichungen

  • Fredrika Stahl Off To Dance
    12.03.13 - Tönendes Poesialbum

    Fredrika Stahl • Off To Dance

    Mit ihrem bereits 4. Album, „Off To Dance“ bewegt sich die in Paris lebende Schwedin Fredrika Stahl weiterhin aus den von ihr bisher gepflegten Jazz-Pop Gefilden hin zu einem mehr introvertierten Popstil einer Maria Mena, oder Sophie Hunger. Überwiegend sanfte Töne und balladeske Songs herrschen vor und verbreiten über weite Strecken eine leicht schräg-verzauberte Atmosphäre eines tönenden Poesiealbums. Kein Wunder, denn Produzent Rob Ellis hat schon diversen Exzentrikerinnen wie Marianne Faithful oder PJ Harvey zur Seite gestanden.

  • John-Grant
    08.03.13 - ,Grant' Manier für verschwendete Seelen

    John Grant • Pale Green Ghost

    Manchmal muss man einfach Geduld haben, bis ein Album wie eben das neue von John Grant, „Pale Green Ghosts“ erscheint. Tatsächlich ein Album, auf dem jeder Song mit seiner Eigenständigkeit, ob Popsong mit Elektrobeat oder hypnotische Klanglandschaften, den Wunsch weckt, er möge doch nie enden. Nun also das zweite Solowerk Grants, nach dem bereits hervorragenden „Queen Of Denmark“ von 2010. War letzteres eher ein akustisch-introvertiertes Album zwischen Rufus Wainwright und Midlake fällt „Pale Green Ghost“ kühler und elektronischer, mit zeitweiligen 80er Synthie-Pop Anleihen, aus.
    Kein Wunder, hat sich der in Michigan/USA geborene, vormalige Sänger der Czars (1994-2004), mittlerweile in Island niedergelassen und mit niemand anderem als Birgir Þórarinsson, besser bekannt als Biggi Veira von GusGus, zusammengetan. Welch kreativ wunderbare Verbindung, Pop-Folk gepaart mit sphärischer Gletscher-Elektronik.

  • Bowie-TheNextDay
    07.03.13 - Gitarrenlastiges Alterswerk

    David Bowie • The Next Day

    Lieber David!
    Nach 10 Jahren des geglückten, künstlerischen Schweigens, hast Du, David Bowie, genau das getan, wovor ich mich, der Dir nun schon seit beinah 30 Jahren die Treue hält, beinah ,gefürchtet‘ habe: mit „The Next Day“, schenkst Du uns ein neues Album. Leider hast Du aber zwischen 1970 und 1980 Deine künstlerische Messlatte derart hoch gelegt, dass es Dir seit nun mehr 20 Jahren nicht mehr wirklich gelingen will, die rechte Authentizität in Deinen Platten zu vermitteln. Stimmt, Du warst ja immer nur temporär authentisch, eben so wie es der von Dir gerade skizzierte Charakter bedurfte, Ziggy Stardust, The Thin White Duke, große Maskenparade mit noch großartigeren Soundtracks. Doch ohne glamourösen Mummenschanz sind eben Karnevalslieder auch nur eher nervig und darum nähme wohl zurecht kaum jemand Notiz von Deiner neuen Platte, wenn es sich um einen unbekannteren Interpreten handelte.

  • Foals-HolyFire
    13.02.13 - Spiel mit dem Feuer

    Foals • Holy Fire

    Dass (die) Foals einer der aufregendsten musikalischen Erscheinungen der britischen Musikszene der letzten 10 Jahre waren und durchaus noch sind, ist wohl unumstritten. Mit ihrem dritten Album, „Holy Fire“ legt das Ensemble um Yannis Philippakis einen durchaus konsequenten Nachfolger zum Vorläufer „Total Life Forever“ (2010) vor – beide Werke jedoch fernab ihres bahnbrechenden Debüts von 2008, „Antidotes“, eine Sternstunde des alternativen Sektors ,Math Rock‘, mit polyrhythmischen Beats, hektischen Gesängen und elektronischen Spielereien.

  • Fleetwood_Mac_Rumours_5CD_1LP-px400
    28.01.13 - Expandierte Paartherapie

    Fleetwood Mac • Rumours (The 35th Anniversary Edition)

    Was wurde in den letzten 35 Jahren nicht alles schon über „Rumours“ von Fleetwood Mac geschrieben, erzählt, gemutmaßt und die musikalisch erfolgreichste Gerüchteküche ist, einst wie heute, immer noch und gerne ein Thema. Dass es sich dabei aktuell um eine großangelegte Recycling-Marketingstrategie handelt, ist kaum zu übersehen, und selbst die alt gedienten Mitglieder Mick Fleetwood, John McVie, Stevie Nicks und Lindsey Buckingham (leider ohne die großartige Christine McVie) haben sich wieder zusammengetan und werden ihren 70er Jahre Meilenstein des Pops noch einmal auf die Konzertbühnen bringen.

  • 26.12.12 - Electro-Cool-Jazz, neu entdeckt!

    Till Brönner • Till Brönner

    Till Brönner, der nach seinem Meisterwerk „Oceana“ (2006) in gefährlich seichten Haarwasch-Jazz abzudriften drohte, knüpft mit seinem neuen Album, schlicht „Till Brönner“ genannt, nahtlos an seine frühere, Genre definierende Klasse an und lässt seine Zuhörer den Electro-Cool-Jazz neu entdecken.
    Ganz im Stile der legendären CTI-Recordings, der späten 60er und 70er Jahre (unter der Leitung von Creed Taylor) entfaltet Brönner einen Klangteppich zwischen Freddie Hubbards „First Light“ (1971) und Weather Reports „Mysterious Traveller“ (1974). Alben, die vor allem für ihre meisterlich gewobenen Klanglandschaften bekannt sind – so wie auch Till Brönners neustes Werk, den geneigten Zuhörer sofort in seinen Bann schlägt.

  • Prince-Rock & Roll Love Affair
    03.12.12 - Im Hier & Heute angekommen

    Prince • Rock & Roll Love Affair

    Da ist er wieder, Prince, musikalischer Exzentriker par excellence, doch überraschenderweise haut er, so ganz ohne viel Tamm Tamm, zum Jahresende eine seiner besten Singleveröffentlichungen der letzten Jahre, ,Rock & Roll Affair‘, raus.

  • Schiller - Sonne
    23.11.12 - Feng Shui-Pop ab heute auf Deutschland-Tournee

    Schiller • Sonne

    Auch mit seinem 7. Studioalbum, „Sonne“, schafft Schiller (alias Christopher von Deylen) routiniert den Spagat zwischen Elektronik- und Meditations-Pop. Friedvoll entspannende Worte begrüßen wie gewohnt zu Beginn des Albums und führen den Hörer in ein wohliges Klangbad aus warmen Synthesizerklängen mit gelegentlich einschmeichelnden Gesängen. Das klingt mal, äussert gelungen bei ,Soleil de nuit‘, nach Joe Dassins ,L‘été indien‘ (mit Pierre Maubouché), dann wieder beinah chartstauglich mit Owl Sänger Adam Young (,Alive‘) oder aber aufgeblasen pathetisch wie im Titelsong ,Sonne‘ mit Unheilig.

  • Biolay-Vengeance
    16.11.12 - Rachefeldzug in Technicolor

    Benjamin Biolay • Vengeance

    Wer hätte gedacht, dass Benjamin Biolay mit seinem 6. Studioalbum „Vengeance“ (naïve/Indigo) nahtlos an sein Meisterwerk „La Superbe“ von 2009 anknüpfen könnte – und würde?! In der Tat, sein aktueller musikalischer ,Rachefeldzug‘ ist erneut ein großartiger weil auch ganz unartiger Chansonreigen. Wieder bedient sich Biolay verschiedenster musikalischer Muster, die er vielschichtig übereinander collagiert und am Ende dabei aber ganz nach ,Biolay‘ und nicht nach effektheischender Copycat klingt.

  • Kaas:Hardy
    11.11.12 - Hommage-Pathos contra leiser Eleganz

    Patricia Kaas • Chante Piaf / Françoise Hardy • L‘Amour Fou

    Zwei der in Deutschland bekanntesten Chanteusen veröffentlichen zeitgleich zwei wohltuend unterschiedliche Alben, das eine laut das andere leise, vive la différence!

    Darauf haben alemannische Seelen doch nur gewartet, Patricia Kaas erfüllt mit ihrem neuen Œuvre „Kaas Chante Piaf“ (Richard Walter Entertainment) den lang gehegten Wunsch so manchen Fans östlich des Rheines, auf dass diese zwei heiss geliebten Chanson-Favoritinnen endlich eine kreative Kernschmelze eingehen mögen. Und so geschieht‘s mit viel Getöse. Die in der Tat abseits aller Bühnen äusserst sympathische Patricia Kaas, legt sich mächtig ins Zeug, um den Geist der Chanson-Ikone Édith Piaf, anlässlich deren 50. Todestags, zu beschwören.

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