Film, Musik - 04.04.14 -

Musik-Doku der besonderen Art

Soundbreaker: Der Akkordeonartist Kimmo Pohjonen

Kunst kommt von Können, heißt es. Wenn ein zeitgenössischer Künstler diesem Credo Wahrhaftigkeit verleiht, dann der finnische Musiker Kimmo Pohjonen. Ihm genügt es nicht, ein Virtuose auf dem Akkordeon zu sein, er lotet dazu auch noch durch technische Veränderungen und elektronische Verfremdungenam Instrument dessen klangliche Möglichkeiten aus und ist ein stilistischer Grenzgänger erster Güte, der jeder Herausforderung und jedem Experiment offen begegnet. Ein echter “Soundbreaker”, den man jetzt in der gleichnamigen Doku von Kimmo Koskela kennenlernen kann.

Der Film über Pohjonen, der bereits auf mehreren Festivals gezeigt und für Auszeichnungen nominiert wurde, beschreibt den Werdegang und die Persönlichkeit des Musikers, die Hassliebe zu seinem Instrument, mit dem er in einem ständigen Ringen vertieft zu sein scheint, im wahrsten Sinne des Wortes hautnah und zeichnet das Bild eines ebenso sensiblen wie exzentrischen Menschen, dessen umtriebiges, in viele künsterlische Genres vernetztes Leben ein Faszinosum ist, in das man mit großem Staunen blickt. In Deutschland wird “Soundbreaker” in ausgewählten Filmkunstkinos gezeigt. Die Termine sind rar, darum am besten gleich für Tickets vormerken.

Wer Kimmo Pohjonen bei einem seiner zahlreichen und höchst unterschiedlichen Projekte solo oder mit anderen Koryphäen wie dem Kronos Quartet, seiner famosen Prog-Band KTU oder der ungewöhnlichen Music Performance “Accordeon Wrestling” erleben möchte, sollte sich regelmäßig auf seiner Webseite umsehen. Der Ohrtrommler selbst hat nächste Woche das Vergnügen, Kimmo Pohjonen und die Tänzerin Minna Tervamäki bei der Deutschlandpremiere ihres gemeinsamen Programms “Bright Shadow” in der Kölner Philharmonie zu erleben. Die Tour dieser expressiven Dance-Kollaboration ist ein unbedingter Event-Tipp für Kulturgourmets, die alles außer gewöhnlich lieben.

www.soundbreaker.de

 



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