Musik - 26.12.12 -

Album des Jahres 2012

Bill Fay – Life is people

Unter all den großartigen Alben des Jahres hat sich gerade jetzt zur Weihnachtszeit eines noch einmal nachdrücklich ins besinnliche Bewusstsein gespielt und auf ganz sanfte Weise aufgedrängt. Weil es die zentralen Themen Gott und Welt, Leben und Liebe behandelt und das so tiefgründig, warmherzig und glaubwürdig, dass es von innen heraus strahlt von Erhabenheit und Größe. “Life is people” von Bill Fay ist das kleine Wunder Musik, dass es 2012 zu bestaunen und wie eine Monstranz vor sich her zu tragen gilt in die Zukunft.

Das erste Album des britischen Songwriters seit 41 Jahren ist voller Werte und Würde, das Werk eines Humanisten, der die Schöpfung demütig und dankbar feiert ohne sich in religiöse Verblendung zu versteigen. Mit kritischem Blick auf die Welt gelingt es Bill Fay allem Übel ein optimistisches “Trotz alledem” entgegenzusetzen und positives Denken zu stiften. Schon dafür gebührt ihm in diesem Jahr die Krone des emotionalen Friedensstifters. Und die Strahlkraft von Bill Fays drittem Album stellt selbst das geniale “Tempest” von Bob Dylan noch in den Schatten.

Die Songs des Briten sind von einer schlichten Schönheit, wie sie nur einem geläuterten, reinen Inneren entspringen kann. Hymnen auf das Dasein und die schöpferischen Kräfte, philantropische Loblieder, die sich selbst dem Bösesten im Menschen noch mit einen tapferen Hauch des Glaubens an das Gute erwehren sind das, die man als ermunternde, tröstliche und Kraft spendende Begleiter im Ohr haben will, wenn einen mal wieder die Schwere zu überwältigen droht. Dann hört man die lebensbejahende Melancholie von Songs wie “The never ending happening” und fühlt sich augenblicklich leichter und zuversichtlicher. Was könnte einem Musik mehr geben als dieses Gefühl, in der Welt und mit ihr verbunden zu sein.

Thank you, Bill Fay!

www.facebook.com/billfay.lifeispeople

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