Musik - 12.10.12 -

Des Großstadt-Cowboys letzter Ritt...

Nils Koppruch (1965-2012)

Völlig unerwartet verstarb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der Hamburger Musiker, Songwriter und Maler Nils Koppruch.
Der gelernte Koch war von 1996 bis 2006 Sänger und kreativer Kopf der Band Fink, die 6 Alben im Americana beeinflussten Stil à la Lambchop und Giant Sand mit deutschen Texten veröffentlichte.

Nicht von ungefähr nannten ihn viele ,Großstadt-Cowboy‘ und auch mit seinen beiden von  Folk und Country geprägten Soloalben, „Den Teufel tun“ (2007) und „Caruso“ (2010) schaffte er kleine intime Meisterwerke.


Mitten im Leben stand Koppruch, denn erst vor zwei Monaten erschein das gemeinsame Album mit Gisbert zu Knyphausen Kid Kopphausen und mitten in der sich anschließenden Tournee befand er sich. Seinen eigenen, unfreiwilligen Nachruf verfasste er bereits im Jahre 2003 im Fink Song „Eckensteher“:

Ja, ich sags mal so Man muß ja sowieso irgendwann mal weg von hier

Und warum dann nicht jetzt schon
Und ich denk an all die Ecken, wenns zu Ende geht, an all die Ecken, wo ich schon mal stand

Und ich denk an all die Straßen, die ich runterging, Und an all die neuen Ecken, die ich dann noch fand

Und jetzt wart ich auf meinen letzten Atemzug, Und daß ich noch zum letzten Mal sag

Lass mal noch eine Ecke weitergehen

irgendwann kommen die anderen nach

Dann gibt‘s sicher ein Wiedersehen… im Moment allerdings nur ein kleiner Trost.
Gute Reise Nils***

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