Musik - 04.10.12 -

Treffpunkt Zeitmaschine

Schulorchester: Supertramp Live in Paris ’79

Mann, was haben wir als Schüler in den 70ern “Crime of the Century” von
Supertramp gehört. Beinahe tagtäglich bis uns die Hymne “School” fast schon wieder zu den Ohren rauskam. War zu der Zeit aber auch ein Hammeralbum. Und so cool wie der Titelsong war Schule nie wieder. Da half dann eigentlich nur der befreiende Abgesang “School’s out” von Alice Cooper, wenn die Schulzeit vollbracht war. Im Dezember 1979 spielten Supertramp auf der Höhe ihres Ruhms ihre legendären Paris-Konzerte, die nun auf DVD und Blu-ray erhältlich sind

An vier aufeinander folgenden Abenden präsentierten Rick Davies, Roger Hodgson, Dougie Thomson, Bob Siebenberg und John Anthony Helliwell im Pavillon de Paris einen Querschnitt durch ihr Schaffen, vom besagten Durchbruchalbum “Crime Of The Century” über “Crisis? What Crisis?” und “Even In The Quietest Moments” bis hin zum Megaseller “Breakfast in America”, dem erfolgsreichsten Album der fünfköpfigen britischen Band. Die Zuschauer erlebten hier eine makellose Perlenkette von großen Songs, mit sichtbarer Lust von einer inspirierten und gut gelaunten Supergroup dargeboten, die keinen Hit schuldig blieb.

Geprägt durch den unverwechselbaren Keyboardsound, die Falsettstimmen von Hodgson und Davies und vor allem auch durch die fantastischen Bläsereinlagen von Helliwell zeigten sich Supertramp als die Progressive Band, der seinerzeit neben Genesis der Spagat zwischen anspruchsvollem Rock und eingängigem Pop am eindrucksvollsten gelungen war. Und so begegnen einem auf diesem Konzertfilm einige Highlights der 70er Jahre wie das bereits ausführlich erwähnte “School” und des Weiteren: der großartige “Logical Song”, das markante “Hide In Your Shell”, der Radiohit “Give A Little Bit”, der Klassiker “Dreamer” natürlich, das jazzige “Rudy”, das wunderbare “Take The Long Way Home”, die bis heute spannende Prog-Hymne “Fool’s Overture” und mein persönlicher Supertramp-Favorit, das mächtige “Crime Of The Century.”

Fünf Bonus Tracks verlängern das Vergnügen dieses pophistorischen Moments auf insgesamt 133 Minuten Pop. Eine sehr lohnende Zeitreise!

supertramp.com



Kommentar schreiben