Musik - 17.07.12 -

Video des Tages (in memoriam Jon Lord)

Jon Lord – Child In Time

Wieder einmal heißt es Abschied nehmen von einem herausragenden Musiker. Jon Lord, der Keyboarder der Kult-Rockband Deep Purple, erlag am Montag in einer Londoner Klinik im Alter von 71 Jahren einem langen Krebsleiden. Für mich ist sein Name untrennbar verbunden mit einem der besten Live-Dokumente des Hardrock, dem legendären “Made In Japan” – das erste Album, das ich seinerzeit von selbst verdientem Geld kaufte und stolz nach Hause trug.

Das lyrische Hammondorgelspiel von Jon Lord war der kongeniale Kontrapunkt zum expressiven Gitarrenspiel von Ritchie Blackmore und dem stimmgewaltigen Gesang von Ian Gillan und prägte die zahlreichen Klassiker der Band entscheidend mit. Besondere Bedeutung erlangte Jon Lord auch als Brückenbauer zwischen U- und E-Musik. Er zählt zu den Pionieren der Verbindung und Versöhnung von Rock und Klassik und schuf mit “Sarabande” ein viel beachtetes und bis heute relevantes Meisterwerk, aufgenommen im September 1975 mit der Philharmonia Hungaria unter der Leitung von Eberhard Schoener, der sich ebenfalls als Grenzgänger zwischen Klassik und Popularmusik einen Namen gemacht.

Als Vermächtnis des Musikers erscheint im September das Album “Concerto” für Gruppe und Orchester, das exakt in der Tradition des Genreverbindenden steht. Neben dem von Paul Mann dirigierten Royal Liverpool Philharmonic Orchestra spielt Lord darauf zusammen mit Bruce Dickinson, Joe Bonamassa, Steve Morse, Darin Vasilev, Brett Morgan, Guy Pratt, Steve Balsamo und Kasia Laska.

Unser Video des Tages im Gedenken an Jon Lord zeigt ihn in Ungarn bei einer Piano-Orchestervariante des fabelhaften “Child In Time.” Rest in peace dear Jon!

jonlord.org



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