Musik - 01.07.12 -

Ein kurzweiliger Konzertabend...

Open Source 2012

Kein Freund der allzu frühen persönlichen Präsenz bei einem Open-Air-Event, kam ich daher erst gegen 18h auf das gediegene Gelände der Grafenberger Galopprennbahn, zum diesjährigen OPEN SOURCE Festivals.
Dem schon öfters verregneten Event, standen in diesem Jahr der Sommer mit Sonne und wohligen Temperaturen bis zum Ende zu Seite. Dementsprechend relaxed genoss das Publikum das musikalische und kulturelle Angebot zwischen der „Carhartt“ Bühne und der „Main Stage“. Auf letzterer konnte ich Breton und Beirut hören, deren liebevollen, musikalischen Nerdigkeiten ich aber dann doch vorzugsweise in kleinerem Ambiente genossen hätte. Die „Carhartt-Stage“ hingegen bot Mouse On Mars und Brandt Bauer Frick genau den richtigen Rahmen für deren elektronische Eskapaden, die sich bei BBF allerdings nach rund 30 Minuten exzentrischer Knöpfchendreherei ein wenig abnutzten und mich dahingehend bestätigten, dass deren Auftritte mit Live-Orchester einfach die interessanteren sind.


Bevor ich mich zum ,nächtlichen‘ Teil des Festivals aufmachte, ließ ich mir noch sagen, das auf der „Young Talent Stage“ Hanf Im Glück, aber vor allem Cattelan, die großen Abräumer waren… leider verpasst.
Verpassen wollte ich aber auf keinem Fall das dänische Trio WhoMadeWho, die sich als Headliner ab 1:30 im ,Stahlwerk‘ die Ehre gaben. Das von den Treibgut-Organisatoren durch Liegestühle, Sand und Swimmingpool wunderbar mit Beach-Party Atmosphäre  ausgestattete Aussen-Areal lud angenehm zum Verweilen ein und tröstete einwenig darüber hinweg, dass sich der Zeitplan, durch scheinbar zwingende Zugaben der Lokalmatadoren Stabil Elite, nach hinten verschob. Die einwenig in sich selbst verliebte Düsseldorfer Jung-Combo scheint (ihre Jugend möge es ihnen verzeihen) nicht zu wissen, dass auch DAF und Fehlfarben aus diesem unserem Dorf kommen und daher klangliche Ähnlichkeiten wohl eher rein zufällig erscheinen wollen?! Dennoch ,Gold‘ hörte ich auch gestern wieder gerne.


Die Troika des NuDisco-Rock, WhoMadeWho, gaben dann dem Abend und auch dem Festival den zünftigen Abschluss. Gekonnt bekamen die drei Herren nach rund 10 Minuten das immerhin noch recht zahlreiche Publikum (von dem sicherlich gerade mal die Hälfte wusste, wer oder was WhoMadeWho wohl eigentlich ist) in den Griff. Die stets ein wenig selbstironische Bühnenpräsenz der beiden Frontmänner Jeppe Kjellberg und Tomas Høffding sind das Sahnehäubchen zu ihren melancholisch-leisen bis pulsierend-hysterischen Klängen zwischen NuDisco und Elektro-Rock, stets angetrieben vom trommelnden DJ und Produzenten Tomas Barford.
Mit einer Version von Benny Benassis ,Satisfaction‘ und Høffdings Bad in der Menge endete ein kurzweiliger Konzertabend. Ich komme nächstes Jahr gerne wieder!

(Mit persönlichem Dank an *Trüsch*)

 

 

Open Source – Infos

http://www.open-source-festival.de/de/



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