Musik - 12.03.12 -

Neues Album der britischen Kultband

And Also The Trees auf der Jagd nach verdientem Ruhm

And Also The Trees gehören seit rund 30 Jahren zu jenen raren Bands, die über einen absolut unverwechselbaren Sound verfügen. Nur wenige Takte, nur wenige Worte und man weiß, wer einem die Gänsehaut verpasst, die sich bei den einzigartigen Songs der Briten unweigerlich einstellt. Leider hat es diese tolle Gruppe nie zu einer vergleichbaren Popularität gebracht wie The Cure, obwohl sie in Insiderkreisen zurecht ähnlich verehrt werden. Es wäre And Also The Trees zu wünschen, dass ihrem zwölften Studioalbum “Hunter Not The Hunted” endlich die Aufmerksamkeit zuteil wird, die dem Niveau ihrer Alben angemessen ist.

Die 1979 gegründete Dark Wave/Gothic Rock Band begeisterte von Beginn an durch ihre einzigartig düster-schwermütige, geheimnisvolle und stellenweise dramatische Atmosphäre, die geprägt ist von einem kristallklaren flirrenden Gitarrensound von Justin Jones und dem fesselnden narrativen Gesangstil von dessen Bruder Simon Huw Jones. Jedes ihrer Alben ist durchzogen vom Hauch des Besonderen, nicht ein einziges Mal hat mich diese Band enttäuscht. Zuletzt gelang And Also The Trees vor 5 Jahren mit “(Listen For) The Rag And Bone Man” ein glänzender Nachweis ihrer klanglichen Landschaftsgemälde, in die einzutauchen eine höchst spannende Angelegenheit ist.

Auf dem neuen Album skizzieren die Jones-Brüder sicher wieder Menschen, Orte und Geschichten, die lange im Ohr bleiben dank der unverwechselbaren Aura, die And Also The Trees mit ihren intensiven Melodienfarben zu illustrieren verstehen. Sie verstehen sich in der Musik auf ähnliche Weise darauf wie in der Literatur ihr Landsmann John Berger, dessen Sprache einen verwandten Klang hat.

www.andalsothetrees.co.uk



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