Bücher - 28.02.12 -

Facebook-Statusmeldungen als Cartoon-Parodien

Fiesbook: Oli Hilbrings lustiges Lies-Book

Den Cartoonisten Oli Hilbring haben wir Euch vor einiger Zeit bereits vorgestellt und gemutmaßt, dass man von ihm sicher noch hören wird. Jetzt ist es soweit. Der Karikaturen-Künstler aus Bochum legt mit “Fiesbook” sein erstes Buch vor, in dem er Facebook-Statusmeldungen gekonnt parodiert und dabei jede Menge im wahrsten Sinne des Wortes “gezeichnete” Prominenz vorführt.

Das vom Comic-Verlag Lappan veröffentlichte Fiesbook macht seinem Namen alle Ehre. Schon wenn man das Buch wie ein Laptop aufschlägt, wird man schön “fies” willkommen geheißen mit einem makabren “Online-Scherz”. Schon dieser Auftakt zeigt, dass Oliver Hilbring nicht nur über eine scharfe Zeichenfeder, sondern auch über ein spitzes Mundwerk, sprich über einen großen Sprachwitz verfügt. Der zieht sich wie ein roter Faden durch dieses meist nicht so soziale Netzwerk, denn Hilbring hat großen Spaß an der Schadenfreude. Und die teilt man gerne mit ihm, weil die Cartoons zwar bissig bis bitterböse sind, aber auch viel Charme haben. Knochentrockener Ruhrpott-Humor eben, den man einfach mögen muss, wenn man nicht gerade in den berühmten Keller geht zum Lachen.

Ob Oli “Quälix” Magath zum Trainer-Lehrgang ins Folter-Museum Rüdesheim schickt, dem “Wein-Hersteller” Jesus als Lieblingsfilm “Das Leben des Brian” und als Beschäftigung “Surfen ohne Brett” andichtet, auf Angela Merkels Profil Wolfgang Schäuble angesichts der Schuldenkrise rät, doch mal Peter Zwegat zu kontaktieren, ob er Gevatter Tod bei McDonalds einen “McR.I.P.” bestellen oder Jack the Ripper einen “Abstecher” in die City machen lässt, die Pointen zünden in Wort und Bild, auch weil sie mitunter so herrlich respektlos und köstlich politisch unkorrekt sind. So verwandelt sich in Hilbring’s Fiesbook die obligatorischen Statusfrage “Was machst Du gerade?” in “Worüber lachst Du gerade?”

Zum Beispiel über Schneewittchens 7 Zwerge, die hier mal schnell als “Kurzarbeiter” vorgestellt werden. Oder über Oli’s ganz spezielle Interpretation des Tourette-Syndroms auf dem Profil einer Politesse. Ach was rede ich, Ihr müsst Euch das Vergnügen selber machen. Hier eine kleine Vorschau. Danach dann das Buch für sich selbst kaufen und dann gleich noch mal für die Hardcore-Facebooker als verdiente Strafe. Also sorgt dafür, dass Oli Hilbring und sein “Fiesbook” möglichst viele Follower finden. Der Mann muss schließlich Frau und drei Kinder ernähren.

Ach ja zum Schluss noch ein persönlicher Gruß an Oli mit einer getürkten Statusmeldung meinerseits. Ich habe für das fiktive Profil des Cartoonisten einfach mal “Stricher” als Beruf vorgesehen. Da wird er sicher breit grinsen.

www.fiesbook.net

www.lappan.de

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2 Kommentare zu “Fiesbook: Oli Hilbrings lustiges Lies-Book”

carmen am 13. März 2012 15:23

danke :-)))))

carmen am 13. März 2012 15:18

hab mich köstlich amüsiert, danke <3

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