Musik - 05.11.11 -

Mit Reviewauswahl

Florence + The Machine „Ceremonials“ Albumplayer

FLORENCE-AND-THE-MACHINE-CEREMONIALS_170x170Von der Kritik wird sie als ‘natural born Nachfolgerin’ von Kate Bush gefeiert: Florence Welch, die unter dem Namen Florence And The Machine mit ihren Bandmitgliedern Robert Ackroyd (Gitarre), Christopher Lloyd Hayden (Schlagzeug), Tom Monger (Harfe), Isabella Summers (Keyboard) und Mark Saunders (Bass) erstmals 2009 auf der internationalen Musikbühne in Erscheinung trat.

Direkt mit ihrem Debüt LUNGS (Lungen) hat sich Florence einen festen Platz in den Herzen der Indie-Fangemeinde erobert. In UK auf der Eins, in den USA immerhin auf Platz 14 der Albumcharts – so ein Turboerfolg macht auch bei den Musikkritikern Eindruck. Kein Wunder also, dass sich bei Erscheinen des zweiten Florence And The Machine Albums CEREMONIALS vor wenigen Tagen alle gespannt auf den neuen Stoff stürzten. Zudem umgibt die Frontfrau Florence der publikumswirksame Glanz der Extravaganz, um nicht zu sagen einer gewissen Verrücktheit.

Bevor wir geschwind zusammenfassen, ob CEREMONIALS international überzeugt hat, hört doch selbst erst mal rein.
Hier der Albumplayer mit allen Tracks:

Na, wie gefällt Euch das neue Opus der Britin? Ganz schön bombastisch, oder? Kommentare sind wie immer willkommen.

Wer sich noch nicht zu einem eigenen Urteil hinreissen lassen kann, hat die freie Auswahl unter den versprochenen Expertenmeinungen, die allerdings alles andere als einstimmig ausfallen:

Julia Bähr im  Focus

Wer Wert darauf legt, einen etwas individuelleren Musikgeschmack zu haben, und sich deshalb 2009 in das Album „Lungs“ verliebte, dürfte frustriert sein vom Nachfolger. Zwar sind Florence + the Machine textlich fast noch düsterer als zuvor, … Aber es gibt Stellen, die erschreckend konventionell klingen. Am schlimmsten ist jene in „Never Let Me Go“, wo plötzlich ein Chor die Zeile repetiert. R. Kelly („I Believe I Can Fly“) hätte es nicht anders gemacht.

Joe Marvilli in COS

Ceremonials is a focused, spiritual effort that will please fans of Lungs without being a retread. Rather than hitting you with mega-singles, this sophomore release dives into a world of intricate music that circles around magnificent vocals.

Jillian Mapes im NME

Gothic, Celtic, bluesy, danceable rock: Sounds like a mess, yet quite the opposite — due in part to Welch’s hurtling vocals, some of the most bewitching in both the rock and pop worlds right now.

Alex Niven im Guardian

At a time when a climate of burgeoning radicalism should be reorienting our culture so that hitherto suppressed voices from the margins might be heard, why is the Great British Hope of 2011 a fashion-obsessed, privately educated young woman from a family of privileged metropolitan movers and shakers?

Bentley Tarifa in B-Sides

Florence + the Machine have blessed our ears with something that most musicians strive for but never quite attain, glory.

Ganz unbeeindruckt vom Urteil der Fachwelt haben Florence And The Machine in Großbritannien inzwischen bereits zu einem Hattrick der besonderen Art angesetzt: mit CEREMONIALS schicken sie sich an, Coldplays MYLO XYLOTO vom Chartthron zu stoßen, was umso bemerkenswerter ist, weil das Coldplay-Album bei seinem Erscheinen einen neuen Wochen-Verkaufsrekord aufgestellt hat. Eines ist somit sicher, Florence And The Machine haben die Indie-Nische verlassen und spielen spätestens jetzt auf der ganz großen Bühne.



Kommentar schreiben