Musik - 02.07.11 -

Zarte Songwriting-Seele

Scott Matthews betört als Nachtschwärmer

Die angelsächsische Presse lobt das Werk und seinen Schöpfer Scott Matthews bereits in höchsten Tönen, seine täglich wachsende Fanschar gerät via Facebook in euphorisches Schwärmen. Und auch der Ohrtrommler ist spontan ganz hin und weg von “What The Night Delivers” das am 5. September erscheint. Eine besondere Verbeugung vor seiner Fangemeinde macht der britische Songwriter schon jetzt, denn über seine Homepage kann das Album bereits vor der offiziellen VÖ für eine begrenzte Zeit exklusiv gekauft werden. Ein lohnender Kauf, weil das mit Sicherheit eines der schönsten Singer-/Songwriter-Alben des Jahres ist.

Mit seinem dritten Opus wird Scott Matthews hoffentlich auf breiter Ebene Zustimmung und Anerkennung finden sowohl für sein filigranes, hoch emotionales Songwriting als auch für seine wunderbar sanfte Art zu singen mit einer Stimme, die einer männlichen Sirene gleichkommt, ungeheuer anziehend und zugleich besänftigend. Damit gelingt es ihm, zu jedem der Songs poetische Bilder und Szenen im Kopf entstehen zu lassen wie z.B. bei “Ballerina Lake”, das vor dem inneren Auge Balletttänzerinnen in schwebenden Drehungen Pirouetten über die Wasseroberfläche ziehen lässt – dutzende Zehenspitzen, die zarteste Impulse für ineinander laufende konzentrische Kreise sind und eine ganz eigene Choreographie voller Magie herauf beschwören. Solche Assoziation lösen die Stimmungen der Songs zuhauf aus.

Schon auf den ersten beiden Alben des 1976 in Wolverhampton geborenen Songwriters zeigte er sein großes musikalisches Talent. “Passing Strangers” aus dem Jahr 2006 fehlte zwar noch die Durchgängigkeit, war aber für ein Debüt schon sehr bemerkenswert. Auf dem 2009 erschienenen “Elsewhere” war schon ein deutlicher Reifeprozess zu hören und so malte Matthews bezaubernde kleine akustische Pastelle in zartesten Tönen wie etwa bei “Into The Firing Line”. Außerdem stellte sich kein geringer als Led Zeppelin-Legende Robert Plant für das ebenfalls sehr lyrische Duett “12 Harps” zur Verfügung.

Nicht selten fällt bei Gelegenheiten wie diesen der Name Nick Drake als Einfluss- bzw. Bezugsgröße. Die Zartheit und Zerbrechlichkeit von Matthews Songwriting sowie seine betörende Art des Gesangs lassen bei ihm jedenfalls diesen Vergleich zu. Zumal der Brite es vortrefflich versteht, Songs seines verehrten Landsmannes kongenial zu covern wie etwa mein persönliches Drake-Lieblingslied “Day Is Done”.

Eine ausführliche Rezension von “What The Night Delivers” findet Ihr hier zeitnah zur offiziellen Veröffentlichung. Und weil das Album so etwas Besonderes ist, werden wir Euch bis dahin auch immer wieder mit Matthews-News versorgen.

www.scottmatthewsmusic.co.uk

www.myspace.com/scottmatthewsmusic

www.reverbnation.com/scottmatthewsuk

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