Bundesweite Mahnwachen für Japan
„Japan am Rhein” trifft sich zu Mahnwache für die Opfer der Katastrophe
Zwischen 500 und 600 Menschen folgten am frühen Abend dem bundesweiten Aufruf zu Mahnwachen für die von der Atomkatastrophe und einem verheerenden Erdbeben betroffenen Menschen in Japan in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Vor dem Wilhelm-Marx-Haus in der Düsseldorfer Altstadt trafen sich überwiegend junge Menschen, um ihrer Trauer und Betroffenheit über das Unglück in Japan und im dortigen Fukushima Ausdruck zu verleihen.
Gemeinsam zogen die Demonstranten nach einigen kurze Ansprachen dann durch die Innenstadt bis zum Düsseldorfer Hauptbahnhof.
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne) nahmen an der Mahnwache teil. Hannelore Kraft nutzte die Gelegenheit, um die von der Bundesregierung geplante Aussetzung der Laufzeitverlängerung als unzureichend zu kommentieren. “Ich glaube, hier versucht man, Zeit zu schinden. Jetzt wären klare Entscheidungen nötig.” Die ältesten Atommeiler müssten sofort abgeschaltet werden, so die Überzeugung der NRW-Regierungschefin.

© Foto H. Kurze
Bundesweit kamen Atomkraftgegner vor den deutschen Kernkraftwerken, vor den Hauptsitzen und Informationszentren der Energiewirtschaft, vor dem Bundeskanzleramt und vor etlichen Rathäusern zusammen. Insgesamt sollen über 110.000 Menschen am heutigen Montag auf die Strasse gegangen sein.
Für den 26. März wurden weitere Anti-Akw-Demonstrationen angekündigt, unter anderem in Berlin, Hamburg und Köln. In Düsseldorf findet bereits am nächsten Montag eine weitere Demonstration statt.

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