Aufruf
E-Petition für die Einhaltung der Verträge zum Atomausstieg schwächelt
Im Sommer dieses Jahres sprachen sich bei einer Umfrage (TNS Emnid im Auftrag der ZEIT) 77 % der Deutschen gegen die Pläne der Bundesregierung aus, die verbindlichen Verträge zum Atomausstieg zu brechen.
Rund die Hälfte der Bevölkerung (48 %) wollen die Laufzeiten der Kernkraftwerke überhaupt nicht verlängern, weitere 29 % wollen eine Verlängerung um maximal 10 Jahre.
Jetzt ist beim Deutschen Bundestag eine E-Petition eingereicht, die nach diesen Zahlen eigentlich ein Selbstläufer sein müsste. Bislang haben aber erst rund 22.000 Menschen unterzeichnet. Woran liegt es? Jetzt schon Demokratiemüdigkeit? Hat die Bundesregierung mit ihrem inkompetenten Wirtschaften den Bürger bereits so erlahmt, dass er keinen Sinn mehr im Widerstand sieht?
Die Bundesregierung interessiert der Wille des Volkes in der Atompolitik bislang nicht. Während sich die Energiekonzerne in einem nie dagewesenen Maß die Taschen dick machen, fährt die Schwarz-Gelbe-Koalition klammheimlich sogar ihr Engagement für europäische Großprojekten wie Desertec (Solaranlagen in Wüstenregionen) zurück, das einen wichtigen Beitrag zur Unabhängigkeit Europas vom Öl leisten sollte.
Zwar ist Energiepolitik viel abstrakter, als beispielsweise ein Bahnhofsbau, wie der in Stuttgart, der als STUTTGART 21 seit Wochen zu Recht die Gemüter erhitzt. Aber die Auswirkungen der Pro-Atompolitik der Regierung betrifft letztlich sehr viel mehr Menschen über einen möglicherweise extrem viel längeren Zeitraum.
Zum jetztigen Zeitpunkt haben 22.363 Bundesbürger die E-Petition für die Einhaltung der Verträge zum Atomausstieg unterzeichnet. 22 Tausend von rund 40 Millionen Deutschen, die gegen eine Verlängerung der Restlaufzeiten ist? Das können wir besser. Zeigen wir es den EnerGIERkonzernen, wie unsere Zukunft aussehen soll! Jetzt unterzeichnen!
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=13587


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