Musik - 23.08.10 -

Neues Liveprogramm

Ulrich Tukur besingt die Nacht mit Mezzanotte

Ulrich TukurSo eine Nacht kann so vieles sein: ausgelassen, überraschend, melancholisch, beängstigend, voller Lachen, voller Tränen, voller Liebe…manchmal sogar auch alles zusammen.  Was die Nacht nicht hat, das schafft sie – Gespenster, tausend Augen und alle Katzen grau.

Und dazu Lieder, selbstredend, für jede Schattenseite und Stimmung passend, von sternenklar bis pechrabenschwarz. Ulrich Tukur hat es sich bei senem neuen Projekt MEZZANOTTE vorgenommen, die Nach musikalisch zu erschließen.

Es geht um Freude, Schmerz und die Melancholie einer Nacht, die irgendwie, morgens früh um fünf, in einer Hafenkneipe endet…

Sich unter all diesen Gesängen und Geschichten zu entscheiden, wäre schon problematisch, noch dazu Entdeckungen zu machen, fast vergessene Schätze der Lied-, Song-, Chanson- und Canzone-Kultur neben den immergrünen Hits zu heben, scheint nahezu unmöglich. Doch es gelingt Ulrich Tukur und seinen musikalischen Mitstreitern unter der Leitung von Lutz Krajenski auf diesem Album – einige rare Schätze zu heben.

»Die Nacht ist eine dunkle Folie, vor der sich unendlich mehr abspielen kann als vor der zu hellen des Tages«, sagt Ulrich Tukur, am Rande der Aufnahmen zu Mezzanotte, stilecht übernächtigt von einer Feier in der legendären Silbersack-Kneipe auf St. Pauli. Schon steigert sich der singende Schauspieler von »der parallelen Welt der Nacht« über die »Wahrheiten neben dem Tagesleben« in eine schwärmerische Rage. »In der Nacht passieren die absonderlichsten Dinge«, betont er. »Die Nacht ist spannend, und sie steht für so viel: für Liebe, Tod, Verbrechen, Rausch . . . Das sind doch tolle Themen, die sich da unter dem Stichwort ›Nacht‹ subsumieren – kein Wunder, dass sie so unendlich oft besungen, angedichtet und verkomponiert worden ist.«

Die Idee, ein abend- und schallplattenfüllendes Programm daraus zusammenzustellen, hatte Ulrich Tukur schon vor geraumer Zeit. Eigentlich wollte er diese »Lieder einer Nacht« mit seinen eigenen Rhythmus Boys umsetzen, doch schon bald wurde eine umfassendere Angelegenheit daraus: Mit dem Keyboarder Lutz Krajenski, der gerne auch für Roger Cicero arrangiert und dessen Bigband leitet, unterstützt von einem guten Dutzend fabelhafter Musiker stürzte sich Tukur mit fast zwanzig Stücken bewaffnet in dieses Abenteuer.

Tukur Mezzanotte

Neben dem Bühnenprogramm, erscheint das Album mit seinen persönlichen Lieblingsliedern zur Nacht. »Ich habe einfach herumgesucht«, meint Ulrich Tukur, nuschelig und nebensächlich, fast so, als hätte er keine 2000 einschlägigen Schellackplatten gesammelt und sich keine enorme Kenntnis der Materie angeeignet. »Die Hauptsache war, dass es Lieder sind, deren Melodien mir gefallen und die auf poetische und schöne Art und Weise mit der Nacht zu tun haben. Und natürlich musste ich sie auch singen können, schließlich habe ich keine große, ausgebildete Stimme. Für Bigband-Nummern ist sie eher ungeeignet, leider, aber die Chansons und Kabarettstückchen aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts stehen ihr ganz gut.«

Das Programm “Mezzanotte“ ist im Herbst live hier zu erleben:

30.10. Hamburg, St. Pauli Theater
02.11. Fürth, Stadttheater
03.11. Hannover, Theater am Aegi
04.11. Dortmund, Konzerthaus
05.11. Darmstadt, Staatstheater
07.11. Buxtehude, Hallepaghen-Bühne
09.11. Düsseldorf, Tonhalle
25.11. Viersen, Festhalle
27.11. München, Prinzregententheater
01.12. Hamburg, Schauspielhaus
02.–04.12. Berlin, Admiralspalast

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