Politik - 21.07.10 -

Der Souverän will nicht mehr

Abgewatscht und ausgewatschelt – die Schwarz-Gelbe Tigerentenkoalition

Wenn Sie an die derzeitige Regierung denken, woran denken Sie da zuerst? An Wirtschaftskompetenz, diplomatisches Gespür, vorausschauende, zukunftsorientierte Politik? Vermutlich Fehlanzeige. Oder Sie gehören zu den ganz, ganz wenigen in der Republik, die der Schwarz-gelben Tigerentenkoalition immer noch unverdrossen die Treue halten.

Damit stehen Sie, Entschuldigung aber das muss gesagt werden, auf verlorenem Posten. Denn die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP könnte zur Zeit bei einer Bundestagswahl nur noch auf 34 Prozent der Stimmen hoffen. Das Marktforschungsintitut Forsa erhob damit den schlechtesten jemals für eine amtierende Regierung ermittelte Wert seit 1986. Die gelben Streifen der Tigerente, die FDP, würden aktuell gar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und kämen mit rund vier Prozent nicht nur nicht mehr in die Nähe einer Regierungsbank, sondern noch nicht mal in den deutschen Bundestag.

Die meisten Bundesbürger assozieren zur Zeit mit der Bundesregierung vor allem Chaos, Entscheidungsschwäche, handwerkliche Fehler, Wahlkampflügen, Steuererhöhungen, sozialen Kahlschlag … aber wir wollen nicht zu hart sein. Die Republik steht ja noch. Da kann man noch viel kaputt machen! Wie wäre es zum Beispiel mit einer sofortigen Abschaffung der Förderung regenerativer Energien? Oder mit einer Wiedereinführung der Atomkraft als Hauptenergielieferant? Wie wäre es, wenn man sich das fehlende Geld im Bundeshaushalt von Familien mit Kindern holte? Oder auch kreativ, wenn man Bürgern der Generation 50 +, die langzeitarbeitslos sind, noch das letzte Hartz 4 Geld kürzte, um es Bankkonzernen wie der Hypo Real Estate zu überweisen?

Wie, das machen die da oben fast genau so? Das kann doch nur bedeuten, dass diese Tigerente nicht von uns Bürgern an der Leine  geführt wird, sondern dass das Streifentier den Souverän Bürger am Band hinter sich her schleift. Wollen wir das wirklich?

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