Musik - 24.06.10 -

Monstermusik live

Die Ganglians in Berlin

Am 28. Mai erschien der erste Langspieler der Ganglians aus Sacramento.
Während immer noch das Geistergeschrei von Monster Head Room in den Ohren hallt, betreten sie am Dienstag Abend bereits die kleine Bühne des Bang Bang Clubs in Berlin.

Vier Männer, drei Mal dunkle Locken, ein Mal langes, güldenes Haar, drei Mal Bart, ein Mal Bubigesicht. Eine, im ersten Moment, wirklich lustig anzuschauende Truppe steht da vorn und beginnt ihr Set mit einem etwas ruhigeren Song, bei dem man anfangs denkt noch mitten im Soundcheck zu stecken.

Die Ganglians brauchen eben ein bisschen Zeit um in Gang zu kommen. Aber auch das Publikum muss sich an diesem Abend erst auf ihre Musik einlassen. Da der Bang Bang Club nicht unbedingt voll ist, lohnt es sich jedoch die zwei Meter zur Bühne vorzurutschen und sich in die Musik zu kuscheln.

Denn die Ganglians präsentieren ihren 70`s Beach- und Sommerfolk-Pop auf ganz bezaubernde Weise. Während Sänger Ryan Grubbs sein langes, blondes Haar schüttelt und noch einmal mehr Hall auf seine Stimme legt, begleitet ihn Gitarrist Kyle Hoover mit halb schrägen aber darum umso schöneren Gesangsparts. Freundliche Monstermusik eben.

Und so schunkelt sich das Publikum durch Songs wie „Try To Understand“, „Candy Girl“ und „Voodoo“, bevor aus den ersten drei Reihen eine Zugabe um die Nächste gefordert wird. Ohne schnödes von der Bühne gehen der Band, versteht sich.

Für die knapp dreißig Männer und Frauen, die sich auf die bärtigen Bandmitglieder einlassen ein schöner Abend. Für alle anderen vermutlich nur Hintergrundbeschallung. Aber die haben definitiv etwas verpasst!

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Vivien Mierzkalla



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