Musik - 24.05.10 -

Rock and Roll and Roots

Tom Petty And The Heartbreakers blueswandeln

Wenn der Albumtitel und die ersten gehörten Songs “First Flash Of Freedom” und “Good Enough” nicht täuschen, dürfte Tom Pettymit seinen Heartbreakers auf dem am 15. Juni erscheinenden neuen Album auf den Spuren des Blues und seiner Legenden wandeln. Der Titel “Mojo” bezeichnet demnach wohl nicht von ungefähr ein magisches Amulett, das schon des öfteren im Blues besungen wurde, u.a. von Muddy Waters und Johnny Winter.

Ein Mojo war üblicherweise ein mit Kräutern und magischen Pulvern befüllter Stoffbeutel, der versehen mit einem Hoodoo-Zauber vor bösen Einflüssen schützen oder in bestimmten Situationen Glück bringen sollte. Und – wie gesagt – die ersten beiden Hörproben sind eindeutig im Blues und Bluesrock verankert. Ein nicht gänzlich neues Terrain für Tom Petty, aber ein für jemanden mit seinen Fähigkeiten gesegnetes, höchst reizvolles und ursprüngliches, dem er also jetzt seinen Stempel aufdrücken kann. Und damit von der spekulativen Erkenntnis zum subjektiven Bekenntnis.

Tom Petty ist einer meiner ewigen Rock and Roll Helden. Seit über drei Dekaden schüttelt der Mann exzellente Songs aus dem Ärmel, sei es in ganz eigener Sache oder in Kollaboration mit der Allstar-Band The Travelling Wilburys, zu deren exquisitem Musikerkreis Bob Dylan, Jeff Lynne (ELO) sowie die leider bereits verstorbenen Roy Orbison und Ex-Beatle George Harrison zählten. Allein für “Into The Great Wide Open” und das Melodien-Meisterwerk “Wildflowers” muss man Tom Petty ein Leben lang huldigen, findet der Ohrtrommler. Und so freut er sich wie ein kleines Kind auf das neue Album, dessen erste akustische Anschmecker mir zu erwartungsfroher Euphorie Anlass geben.

Ich hoffe zudem, dass sich der von mir verehrte Namensvetter, der als einer der besten Live-Performer gilt, endlich auch mal wieder deutsche Bühnen bespielt. Die Ende letzten Jahres auf vier CD´s verteilte “Live Anthology” spricht jedenfalls Bände über die Qualitäten von Tom Petty als einem der besten Live-Acts aller Zeiten. Und dass er jetzt auch wohl auch noch den Blues bekommt, wird ihn dann endgültig in den Olymp der Rockmusiker hieven. Keine Frage, dass dieser fabelhafte Mann das verdient hat wie kaum ein Zweiter.

www.tompetty.com

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