Musik - 27.04.10 -

Live im Konzert

We Were Promised Jetpacks in Dresden

We Were Promised Jetpacks gehören definitiv zu den gehypten Bands von 2009. Mit ihrem Debüt-Album These Four Walls kamen sie angebrettert und rissen erstmal ordentlich den Boden der Indietanz-Clubs auf. Eine kleine Tour führte sie nun wieder nach Deutschland und letzten Freitag nach Dresden in den Beatpol.

Dort hat es die Vorband nicht leicht. Dupec kommen ebenfalls aus Schottland und werden höchstens dezent nickender Weise angenommen, dennoch höflich beklatscht.

Zu sehr warten die blutjungen Fans auf We Were Promised Jetpacks, die mit einem ausufernden Opener die Bühne erklimmen und gleich als zweites Lied einen ihrer Übersongs in die Halle ballern. „Quiet Little Voices“ ist definitiv der überspringende Funke von der musizierenden Bühne zum Publikum, der dieses wie eine Welle nach vorne reißt, bis zur Atemnot mitschreien und wild herumspringen lässt. Der Beatpol scheint nicht ausverkauft, aber wer da ist, tanzt sich bei knapp 4:30 die Füße so blutig wie es nur geht.

So extrem wie das Publikum bei „Quiet Little Voices“, „Roll Up Your Sleeves“ oder auch „Ships With Holes Will Sink“ förmlich ausrastet, so unverhältnismäßig ruhig bleibt es im Kontrast dazu bei weniger bekannten Songs wie zum Beispiel „Short Bursts“ von der erst kürzlich erschienen The Last Place You`ll Look EP.

Und dennoch – We Were Promised Jetpacks liefern an diesem Abend eine großartige Show, beherrschen definitiv ihre Instrumente und sehen dabei so charmant uncool aus wie die Jungs aus der zehnten Klasse, mit denen sonst keiner rumhängen mag.

Es ist eben das scheppernde Schlagzeug Darren Lackies, das nerdige Gitarrenspiel von Michael Palmer, der humpelnde Bass von Sean Smith und immer wieder die schottisch akzentuierte, mehr als eindringliche Stimme Adam Thompsons, die We Were Promised Jetpacks zu Recht mit dem versprochenen Düsenantrieb nach vorne katapultierte und dort hoffentlich auch weiter antreibt.

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Vivien Mierzkalla



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