Musik - 25.04.10 -

Es gibt Hoffnung

Positive Presse für die Anti-AKW-Bewegung

MenschenketteGelegentlich erstaunt sie einen dann doch, die Berichterstattung der „führenden“ deutschen Presseorgane.

Wo sonst eitel Lob und Sonnenschein für die Wirtschaftskraft der EnerGIERkonzerne E.On, Vattenfall, RWE u.a. herrscht, klingt heute unerwartet Respekt für die Anti-Atomkraft-Bewegung, die gestern weit über 120.000 Menschen versammelt hat, in der Berichterstattung an.

Spiegel online: „Hand in Hand gegen Atomenergie: Am Samstag soll eine Menschenkette die Kraftwerke Brunsbüttel und Krümmel verbinden, um ein Zeichen für den Atomausstieg zu setzen. Eine Aktion alternativer Alt-68er? Nein, ein Ausdruck moderner Protestkultur.”

So sah sie aus die KETTENREAKTION

Auch die konservative Welt online stellt fest: „120.000 Demonstranten – Anti-Atomkraft-Bewegung lebt.” Die Süddeutsche online spricht von einer „Frischzellenkur für Anti-AKW-Bewegung

Gelobt werden nicht nur die logistische Leistung sondern auch Form und Inhalt des Protests.

Die Protestaktion gegen eine Verlängerung der Kernkraftgenehmigung in Deutschland hat die Stärke der Bewegung gerade in ihrer Integrationskraft großartig unter Beweis gestellt.

So kann Demokratie aussehen: AKW-Gegner von „damals” reihten sich ebenso in die Kette ein wie Vertreter aus den Parteien, Die Grünen, Linkspartei und SPD. Firmenvertreter aus der Ökostrombranche waren ebenso beteiligt wie Eltern mit ihren Kindern, jugendliche Erstwähler, Fussball-Fanclubs, strickende Omas genau so wie Promis, Musiker und Bauern mit ihren Tracktoren.

Schon vor der Veranstalter hatten übrigens eine ganze Reihe Medienschaffender einen Apell gegen die AKW-Verlängerung  unterzeichnet. Darunter die Schriftsteller Günther Grass und Sten Nadolny, die Schauspieler Andrea Sawatzki und Hannes Jaenicke, die Musiker Udo Lindenberg und Konstantin Wecker, der Filmemacher Pepe Danquart sowie der Theaterintendant und Präsident des FC St. Pauli, Corny Littmann.

Die gestrige KETTENREAKTION darf als voller Erfolg gewertet werden. Und die Sonne, der Leitstern der AKW-Gegner, hatte allen Grund zu strahlen.




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