Songwriter-Stern
Laura Marling startet durch
Wieder einmal darf zoolamar sich rühmen, bei einer musikalischen Entdeckung die Ohren ganz weit vorne gehabt zu haben. Bereits vor zwei Jahren haben wir das Debütalbum der damals erst 18jährigen Laura Marling „Alas, I Cannot Swim” (Ausgezeichnet mit dem Mercury Prize) als deutliches Anzeichen für großes Talent gewürdigt. Entdeckt haben wir die Songwriterinnen-Perle seinerzeit übrigens auf Fabchannel, eine mittlerweile auf Druck der Phonoindustrie leider eingestellten wunderbaren Plattform, auf er erstklassige Konzerte präsentiert wurden, u.a. auch ein Akustikset der damals noch unbekannten Laura Marling. Da sollte man doch in den Labelzentralen mal nachdenken, ob solche exquisite Musikpflege – insbesondere auch von Newcomern – der klagenden Industrie nicht mehr helfen als schaden kann und im Interesse aller Musikliebhaber Fabchannel wieder an den Start gehen sollte.
Das zweite Album von Laura Marling „I Speak Because I Can” wird sicher nicht erst in Insider-Kanälen entdeckt werden müssen, schiebt EMI diese Künstlerin doch jetzt zum einen kräftig mit PR an.
Außerdem hat sich das neue Werk der britischen Sängerin gleich als höchster Neueinstieg der Woche Platz vier in den UK-Album-Charts erobert. Der Independent vergleicht sie bereits mit Joni Mitchell und Kate Bush. Ich bleibe dabei, dass Laura Marling eher in einer Reihe mit den tollen skandinavischen Songwriterinnen Anna Ternheim, Tina Dico und Katharina Nuttall zu verorten ist und eher auch musikalische Verwandtschaft zu Folk orientierten Sängerinnen wie Suzanne Vega, Sarah McLachlan oder Rykarda Parasol hat. Auch Leslie Feist kommt einem in den Sinn, nicht zuletzt wegen des Albumcovers, das wie eine bildlich gekonterte Variante von „The Reminder“ wirkt.
Ganz große Ohren werden jetzt sicher auch die Fans von Noah And The Whale bekommen, wenn sie erfahren, dass Laura Marling zu den Gründungsmitgliedern dieser Band gehört, sich aber frühzeitig für den Soloweg entschieden hat. Ihr neues Album scheint jedenfalls aus dem gleichen Erfolg-Holz geschnitzt, dass ihren ehemaligen Bandkollegen im vergangenen Jahr einen dicken Stein im Kritikerbrett bescherte. Die haben übrigens ebenso an dem Werk mitgewirkt wie dri Mitglieder von Mumford & Sons, den anderen großen New Folk Shooting Stars 2009. Produziert wurde „I Speak Because I Can” von Ethan Johns (Ryan Adams, Ray LaMontagne, Kings Of Leon). Bei der ersten flüchtigen Hörprobe sind ein paar Songs direkt ins Ohr gestochen: „Made By Maid”, „Blackberry Stone”, „Hope In The Air”, der Titelsong und vor allem das schon vom Sounddesign her fabelhafte „Alpha Shallows”.
Hier als Video-Kostprobe “Ramblin Man”
Auf der schön gestalteten Homepage der Künstlerin werdet ihr bestens versorgt mit einem Albumpreview inklusive Anspielern und sehr schönem Videomaterial.
Laura Marling live
Über die Ostertage kommt Laura Marling übrigens für zwei Konzerte nach Deutschland:
01.04. Berlin Privatclub (Weltrestaurant Markthalle)
03.04. Köln Studio 672 (Stadtgarten)
I Speak Because I Can Album reinhören & bestellen >>
Künstlerwebsite: www.lauramarling.com
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