Nachgesehen
Bis nichts mehr bleibt
Wer den Film „Bis nichts mehr bleibt” heute Abend in der ARD nicht gesehen hat, wird sich spätestens morgen früh darüber ärgern, wenn alle Freunde und Kollegen plötzlich angeregt und vermutlich aufgeregt über Scientology diskutieren.
Abhilfe schafft in diesem Fall die Mediathek der ARD, in der der Film in ganzer Länge auf Abruf zu sehen ist.
Scientology steht in Deutschland seit Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes: „Bei der “Scientology-Organisation” (SO) bestehen tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung. Damit sind die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Beobachtung der Organisation durch die Verfassungschutzbehörden gegeben. Eine entsprechende Feststellung traf die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) erstmals im Juni 1997.” heißt es auf der Seite des Bundesverfassungsschutzes.
Der unter strenger Geheimhaltung vom SWR gedrehte Film fasst jetzt erstmals in einer beispielhaften Spielhandlung die Praktiken der Mitgliederwerbung, Mitgliederbehandlung und Mitgliederbestrafung von Scientology zusammen.
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Familie von einer normalen „Lebenslage” bis hin zur Zerstörung der Partnerschaft und sogar zur totalen Entfremdung des eigenen Kindes durch die immer massivere Einbindung in eine vermeintlich kirchliche Gemeinschaft.


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