Menschenfänger
„Bis nichts mehr bleibt” Scientology Drama in der ARD
Zur Primetime widmet sich die ARD heute dem Thema Scientology. In dem Fernsehfilm „Bis nichts mehr bleibt” wird erzählt, mit welch raffinierten Methoden es Scientology gelingt, Menschen in die Abhängigkeit zu führen.
Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und großer wirtschaftlichen und sozialen Belastungen suchen viele, auch viele junge Menschen Zuflucht bei Sekten und Sektierern.
Der Umstand, das so viele Prominente offensiv für Scientology eintreten, wie die Schauspieler Tom Cruise, John Travolta oder Juliette Lewis oder der Musiker Beck, macht die Organsiation zusätzlich interessant für Jugendliche und junge Erwachsene.
Worum geht’s im Film?
Der Architekturstudent Frank hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, als die Versprechungen von Scientology, sein Durchsetzungsvermögen zu verbessern, seine Neugier wecken. Er besucht Kurse, zu denen auch seine Frau mitkommt. Obwohl anfangs skeptisch, fängt sie bald Feuer und steigt schnell in der internen Hierarchie auf. Als sich auch Auswirkungen auf ihre Tochter abzeichnen, wird es Frank des Guten zu viel und versucht auszusteigen. Doch das erweist sich als schwieriger als erwartet.
Der Spielfilm, der eine fiktive Geschichte erzählt, sützt sich neben Berichten von Aussteigern unter anderem auf Informationen der Scientology-Gegnerin und Hamburger Senatsangestellte Ursula Caberta.
Obwohl der Film noch von keinem Scientology-Mitglied gesehen werden konnte, hat die Organsiation bereits im Rahmen einer Pressekonferenz in Hamburg gegen den Film protestiert. “Jeder mag für sich selbst beantworten, ob ein derartiges Machwerk nach Jahrzehnten der Vergangenheitsbewältigung noch zeitgemäß ist.” wettert Scientology in einer Presseerklärung.
Wie wenig über den tatsächlichen Inhalt des Films vorab bekannt werden konnte, ist schon an der strengen Geheimhaltung zu erkennen, der sich die beteiligten Teams und Schauspieler wie Kai Wiesinger, Nina Kunzendorf und Robert Atzorn unterwerfen mussten. Getarnt als „Tatort”-Dreh galt beim beteiligten SWR quasi Gefahrenstufe Rot für das Projekt.
Die Macher des Films wünschen sich nach ihren Erfahrungen während der Recherchen vor allem, dass der Film für die Methoden der Menschenfängerei sensibilisiert und die Zuschauer dagegen wappnet.
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Yesterday, das sind schon 11 Jahre
Danke Dieter
Reiseskizzen










