Satt, fett, funky
Brixtonboogie lehrt den Blues das Tanzen
Morgen steht wieder so ein Blue Monday ins Haus und wonach verlangt der müde gestresste Körper, der strapazierte Geist und die geschundene Seele dann? Genau, nach einer Überdosis Blues, die direkt ins Blut geht und all das Alltagsgrau in schillernde Farben verwandelt. Willkommen bei Brixtonboogie, dem rezeptfreien Medikament gegen allzublaue Flecken auf dem Gemüt.
Ihr Album „Urban Blues” ist ein fiebriges, schwitzendes Ding, das einen zuerst in dreckige Hinterhöfe zieht und dann auf vornehmen Boulevards wieder ausspuckt. Dieser Blues ist so traditionell wie modern, so markant wie elegant und das Beste und Schönste daran – tanzbar!
Der Hamburger Musik-Produzent Krisz Kreuzer hat seine Liebe zum Blues in eine eigenständige Form gegossen, die einen neuen Zugang zur ursprünglichsten aller Musikformen erschließt. Dem Gitarristen und Bluesharp-Spieler gelingt mit starker gesanglicher Unterstützung der Luxemburgerin Masha, der im Schwarzwald geborenen und in Kamerun aufgewachsenen Pastoren-Tochter Nataly Dorra und dem erfahrenen Soulman Wayne Martin aus New Orleans ein echter Schmelztiegel musikalischer Einflüsse.
Das urbane Stilgemisch zeugt mehr von kontrolliertem Übermut als von Schwermut und zeigt, dass man aus einer intensiven Beschäftigung mit den Wurzeln des Blues etwas Neues schaffen kann. Als hätte jemand Solomon Burke und Maceo Parker mit dem guten alten John Lee Hooker gekreuzt und eine chilischarfe Prise Kelis und Santigold in den Zaubertrank geschüttet. Eine hochgiftige Mischung also, die funky, groovy, sexy und cool ist.
Allein die wirklich überraschende Bluesfassung des großen Depeche Mode Songs „Policy Of Truth” ist das Geld wert. Ansonsten treffen erlesene Bluestunes auf saftige Bläsersätze und starke Stimmen.
Schöne fette schleppende Trägheit mit reichlich Adrenalin im Blut – absolute Empfehlung!
www.myspace.de/brixtonboogie
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