Wanted!
Film zur Musik: The Postmarks – Memoirs At The End Of The World
Memoirs At The End Of The World ist nicht gerade der fröhlichste Albumtitel der Welt. Umso erstaunlicher also, dass sich auf dem Zweitling von The Postmarks eine Pop-Perle an die Nächste reiht.
Dabei klingt die Band aus Florida so französisch wie sonst Weichkäse und Baguette schmecken. Verantwortlich dafür – Sängerin Tim Yehezkely, die mit ihrem zarten aber dafür um so schöneren Stimmchen an die großen Damen der 60er erinnert und dreizehn Songs lang ganz dezent Instrumente wie Trompete, Streicher oder auch Sitar umrahmt.
Dass Memoirs At The End Of The World den Soundtrack zum nicht vorhandenen Film liefert, mag auch an den ursprünglichen Jobs der beiden anderen Postmarks liegen. Während Jonathan Wilkins Filmmusik für Independent Filme schrieb, arbeitete Christopher Moll als Produzent, Komponist und Arrangeur.
The Postmarks vereinen auf ihrem zweiten Album orchestrale Popsongs – mal fluffig hüpfend („Go Jetsetter“), mal verträumt („All You Ever Wanted“, „I`m In Deep“), mal jahrmarktinspiriert („Run Away Love“) mal traurig-schön an Regentage erinnernd („For Better…Or Worse?“), aber nie aufdringlich sondern ganz sacht begleitend. Zum Beispiel einen langsamen Sonntagnachmittag.
Fehlt jetzt nur noch der passende Film dazu. Und das Baguette.
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Vivien Mierzkalla


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