Rasta In Peace
Zum 65. des Reggae-Propheten Bob Marley
Es ist die nachhaltigste Songzeile, die je geschrieben wurde und jedes Mal rührt sie mich zu Tränen wie der ganze „Redemption Song” mit seiner unglaublichen Balance aus Traurigkeit, Trost und Trotz, aus stiller Wut und standhaftem Mut.
Gleich ob vom großen jamaikanischen Poeten, Propheten und Freiheitsrebellen Bob Marley selbst gesungen oder in kongenialen Fassungen dargeboten von Johnny Cash, Chris Cornell und Pearl Jam.
Ob die Tribute-Version von Bob´s Sohn Ziggy mit Lauryn Hill, beim G8-Konzert in Heiligendamm, interpretiert durch das Gipfeltreffen von Bono, Bob Geldof und Youssou N´Dour und schließlich der würdevollen Live-Hommage von Joe Henry bei der Ruhrtriennale 2008:
Emancipate Yourselves From Mental Slavery, None But Ourselves Can Free Our Minds.
Eine poetische, philosophische Liedzeile von unbändiger Kraft und schlichter Größe und Schönheit.
Bob Marley, der weit über seine Heimat Jamaika hinaus verehrte Schöpfer dieser und anderer werthaltiger musikalischer Botschaften, wäre heute 65 Jahre alt geworden und es ist mir eine Ehre, sein Andenken zu ehren und sein wundervolles Schaffen, das weit mehr war als gute Musik zu machen.
Für Marley war sie neben dem gemeinschaftlichen Erlebnis des Musizierens zugleich immer auch religiöse Erfahrung und das Medium für freies Denken und freie Meinungsäußerung, für den Kampf um Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Der gläubige Rastafari gilt als einer der einflussreichsten Musiker der Moderne überhaupt, hat er als Mitbegründer des Reggae doch nicht nur musikalisch Meilensteine gesetzt, sondern mit diesem neuen Genre auch eine Form von ausgeprägtem politischem Denken in die Popkultur eingeführt, das er mit religiöser Rhetorik in seinen oft spirituellen Texten zu vermitteln verstand.
Bob Marley und seine Wailers lebten Musik, aus der bei aller Wehrhaftigkeit gegen Ungerechtigkeiten im politischen Umgang mit der schwarzen Bevölkerung doch immer hell die Sonne seiner karibischen Heimat und seines großen Herzens schien.
Man muss das Erbe des 1981 im Alter von nur 36 Jahren an Krebs verstorbenen Dreadlock unbedingt weiter tragen, denn ist es eine dieser leuchtenden Fackeln der Menschlichkeit, die nicht verlöschen dürfen und mit ihren Funken den Geist noch vieler junger Generationen entzünden sollen mit so wundervollen Songs wie Get Up Stand Up, Could You Be Loved, Smile Jamaica, Exodus, No Woman No Cry, I Shot The Sherriff, Positive Vibration, Work, Zion Train und und und
So Won’t You Help To Sing, These Songs Of Freedom. Cause All I Ever Had, Redemption Songs
Und jetzt alle!
web.bobmarley.com


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