Musik - 28.11.09 -

The Voluntary Butler Scheme – Den Butler für`s Ohr, bitte!

The Voluntary Butler SchemeThe Voluntary Butler Scheme – ein klangvoller Name für eine melodisch feine Band.

Streng genommen handelt es sich bei The Voluntary Butler Scheme allerdings nicht um eine Band an sich, sondern um das Ein-Mann-Projekt des Briten Rob Jones.

At Breakfast, Dinner, Tea heißt sein Debütalbum, dass bei Kaffe und Kuchen bestimmt auch der Oma gefallen würde. Und das ist nicht gemein gemeint, sondern zeigt vielmehr wie unheimlich “nett” dieser Rob Jones und auch sein Album ist.

Wie zum Beispiel “Multiplayer”, dem 60`s-Gitarren-Uhh-Uhh-Chören-Schlagzeug-Lied, das perfekt auf die nächste junge-Menschen-denken-an-die-Zukunft-und-eröffnen-einen-Bausparvertrag-Werbung passen könnte. Oder auch “Trading Things In”, dass melodisch Ben Kweller ist. In fröhlich.

Glöckchenklänge, Trompeten, Handclaps, Tamburin, Keyboard und Gitarrenläufe zimmern auf At Breakfast, Dinner, Tea ein leichtfüßiges Stückchen Pop, bei dem nur “Split”, mit seinem Drummachine-Sound, ein wenig aus der Reihe fällt. Aber positiv.

Wenn sich die Aufmerksamkeit dann schließlich von den poppig-hüpfenden Melodien löst, fallen auch die äußerst charmant-witzigen Songtexte auf.

Ein Abschied von Ikea für immer; die Verheißung, dass man gar durch das Waschwasser für die Geliebte schwimmen würde, nur um zu ihr zu kommen und immer wieder der Kampf gegen das eigene Losertum wie zum Beispiel in “Tabasco Sole”: “And if you ever start to feel square, wear an Amazon-T-Shirt once in a while, to make you feel more hipper than you are”.

Gekrönt wird das Ganze von einem ausgereiften T-Shirt-Spruch in bereits erwähntem “Split”: “This ain´t a party, it`s a workplace”.

Wenn die Oma nur Englisch könnte – auch sie würde sich über die Texte freuen.

Rob Jones alias The Voluntary Butler Scheme macht nicht nur nette Musik, sondern auch nette Videos:

Vivien Mierzkalla



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