Musik - 19.09.09 -

Pastelle Klangquelle – Scott Matthews sanftes Songwriting

ScottMatthews
Es wird langsam Herbst und einen himmlischen Hauch davon, einen wunderbar melancholischen Vorboten der Jahreszeit, schickt uns Scott Matthews mit “Elsewhere,” einem der definitiv schönsten Singer-/Songwriter-Alben des Jahres.

Scott Matthews, leicht zu verwechseln und durchaus auch an der einen oder Stelle zu vergleichen mit dem nicht minder hinreißenden Kollegen Scott Matthew, ist der unbekanntere der beiden fast Namens-Zwillinge, die im Teich Songwriting fischen. Gemein ist Ihnen eine ausgesprochene Zartheit in den Kompositionen, die von warmen, weichen Stimmen getragen werden.

“Elsewhere” ist ein echtes Kleinod, das vom ersten Song an mitten ins Herz fasst und Feuchtigkeit in die Augen treten lässt. Man spürt sofort, dass Matthews über die Liebe und ihre Weiten und Tiefen singt und sich dafür mächtig ins zärtliche Zeug legt mit einschmeichelnden Streichern und stimmlicher Emphase.

Voller Hingabe wirft sich der Songwriter in seine sensiblen, bisweilen sentimentalen, dabei allerdings unprätentiösen Lied gewordenen Pastellzeichnungen, die schlicht künstlerisches Schwärmen sind, das es nach verbindlichem Ausdruck dürstet.

Ob akustische Gitarre, Violine, Cello oder Harfe, das zarte Zupfen von Instrumentensaiten steht auf “Elsewhere” stellvertretend für die Behutsamkeit, mit der Matthews Emotionen an die Frau und den Mann bringt, um gegenseitige Empfindung zu erzeugen.

Samthandschuhe hat der Mann dabei an und sich die Stimmbänder zudem mit edelstem Honig balsamiert, dass sie auch ja nur die sanftesten Töne erschaffen, die jemandem zu Ohren kommen können.

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