Film - 08.09.09 -

Besonders schöne Bescherung – Albert Schweitzer-Film zu Weihnachten

Ein besseres Datum als den 24. Dezember hätte man nicht wählen können für den Filmstart von “Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika.”

Zum Fest der Liebe wird auf der Leinwand das Leben des berühmten elsässisch-deutschen Arztes, Philosophen und Theologen, des vor allem engagierten und streitbaren Menschenfreundes Albert Schweitzer gewürdigt, der 1952 mit dem Friedennobelpreis ausgezeichnet wurde.

Der große Ethiker setzte mit seinem moralischen Leitsatz “Ehrfurcht vor dem Leben” einen Maßstab respektvollen, verantwortlichen, liberalen und demütigen Denkens und Handelns, der beispielgebend war und bleibt. Nicht von ungefähr gilt der Name Albert Schweitzer bis heute als Synonym für wahres Gutmenschentum aus Überzeugung.

1913 setzte Schweitzer, unterstützt von seiner Frau Helene, mit der Gründung des legendären Urwaldhospitals in Französisch-Äquatorialafrika, dem heutigen Gabun, konsequent in die Tat um, was der Anthroposoph in seinem humanistischen Grundsatz formuliert hatte: “Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will”.

Unter der Regie von Gavin Millar und von den “Luther” Produzenten finanziert, spielt der Niederländer Jeroen Krabbé die Titelrolle. Schweitzers Ehefrau Helene wird verkörpert von Barbara Hershey, die viele sicher noch durch ihre wunderbare Vorstellung in Woody Allens Meisterwerk “Hannah und ihre Schwestern” in guter Erinnerung haben.

Einen schönen Gastauftritt in dieser internationalen Produktion hat Armin Rohde. Der deutsche Filmstar schlüpft in die Figur von Albert Einstein, jenem weiteren weltberühmten Nobelpreisträger, der wie Albert Schweitzer als zutiefst menschliches Genie im kollektiven Bewusstsein verankert ist.

Ein derart beseelter Geist wie Schweitzer, der trotz aller Widrigkeiten den Glauben an den Menschen und an die eigenen Kräfte nie verloren gab, täte in diesen Zeiten Not.

Ein so großes Vorbild an humanistischer Bildung und Haltung wäre ein idealer Gegenentwurf zu den Phrasen und Floskeln der Karriere getriebenen Politiker und Manager, die an niemanden als sich selbst und ihren eigenen Vorteil denken.

Freuen wir uns darum umso mehr auf den Heiligabend und beschenken uns zum Fest mit dem nachhaltigen Wirken von Albert Schweitzer und denken wir darüber nach, wie wir seinen Geist in diesen Zeiten wieder beleben und zur Maxime des menschlichen Miteinanders erheben können.

In diesem Sinne wünsche ich schon jetzt mal allen, die noch ihr Herz schlagen hören unter der Brieftasche, höchst besinnliche und sinnvolle Weihnachten!



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