Musik - 30.08.09 -

Irish gute Retrospektive: R.E.M. Live at the Olympia in Dublin

Liebe R.E.M.-Fans, freut Euch schon mal auf den 27. Oktober und auf 39 mitreißende Songs, die einen repräsentativen Querschnitt durch die lange, erfolgreiche Karriere der Supergroup aus Athens/Georgia bieten.

“Live at the Olympia Dublin” zeigt R.E.M einmal mehr als das, was diese fabelhafte Band vor allem ist – ein begeisternder Bühnen-Act mit Feuer im Herzen und im Hintern. In diesem Fall handelt es sich um die Essenz von fünf Live-Proben der Band, bei dem sie das Material für die offiziellen Gigs testeten.

Die raue, dynamische Gitarrenseite aus den frühen Jahren kommt hier ebenso zur Geltung wie die lyrische, hymnische aus der erfolgreichen Hochzeit um die Meilensteinalben “Out of time” und “Automatic for the people”. Dabei setzt die Band um Frontmann Michael Stipe bei der Songauswahl erfreulicherweise nicht auf Sicherheit, sondern auf Intuition.

Was eine sehr bunte Mischung ergibt, bei der vor allem auch Hörer auf die Kosten kommen, die R.E.M. seit ihren Anfängen begleiten. Denn die Tracklist bemüht sich weniger um die ganz großen Hits wie “Losing my religion” oder “Man on the moon”, sondern setzt auf Abwechslung und Wiederentdeckung.

Das blind aufeinander eingespielte Musikerkollektiv verbindet eine Reihe vergessener Perlen aus dem frühen und mittleren Schaffen der Band mit aktuelleren Liedern aus der höchst melodischen “Up”-Phase bis hin zum letzten, wieder ursprünglicheren Studioalbum “Accelerate”.

So erfreut man sich an lange nicht gehörten Songs aus dem Frühschaffen wie den immer noch und immer wieder wunderbaren “So.Central rain” und “Driver8″ oder an das intensive “New Test Leper” und das herausragend schöne “Electrolite” vom seinerzeit etwas unter Wert gehandelten Album “New Adventures in Hi-Fi” sowie dem melancholischen Balladen-Highlight “I´ve been high”.

Summa summarum ein hochprozentiges Destillat aus einem der nachhaltigsten Band-Songbooks der letzten beiden Jahrzehnte, das die Bewunderung für R.E.M. und die Vorfreude auf ihr weiteres Schaffen befeuert.

Leider gönnen die Amerikaner dem Ohrtrommler auch hier wieder nicht das Vergnügen seines Lieblingssongs “It´s the end of the world as we know it and I feel fine”, dennoch hinterlässt das Album bei ihm ein breites Grinsen auf dem Gesicht angesichts der vielen großen Momente.

Neben dem Doppelalbum wird es eine Special Edition mit DVD geben, auf der die Atmosphäre der Dublin-Rehearsals visuell eindrucksvoll eingefangen wurde von Vincent Moon und Jeremiah, die bereits für die Optik der R.E.M. Videos Ninetynights, Six Days and the Supernatural Superserious verantwortlich waren.

Wer bis zur Veröffentlichung des Live-Albums ständig auf dem Laufenden sein will, logged sich am besten gleich auf der eigens eingerichteten Web-Seite ein, wo man sich vorab bei sukzessive eingestellten Audio- und Videotracks Appetit auf das Werk holen kann.

Hier seid Ihr an der Quelle des Vergnügens: www.remdublin.com



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