Bürger siegen gegen Bombodrom
Fast 20 Jahre kämpften Bürger gegen das vom Bundesverteidigungsministerium geplante Bombodrom – ein 142 Quadratkilometer großes militärisches Übungsgelände in bei
Wittstock in der Kyritz-Ruppiner Heide. Dort sollte der größte deutsche Luft-Boden-Schießplatz für Tiefflug- und Bombenabwurfübungen entstehen.
Nach zahlreichen Niederlagen vor Gericht gab Verteidigungsminister Jung heute klein bei und den Verzicht auf das Projekt bekannt.
An forderster Front hatte die Bürgerinitiative Pro Heide seit dem 23. August 1992 den Weg durch die Instanzen wehrhaft durchschritten. Der sonst so zurückhaltende Spiegel dazu: “Grenzenloser Jubel herrschte bei der Bürgerinitiative selbst: “Das ist der Tag, auf den wir seit Jahren hingearbeitet haben”, sagte Sprecher Benedikt Schirge. Für Sonntag ist ein großes Freudenfest geplant.”
Auch die Aktivisten von Campact freuen sich über den zäh errungenen Erfolg.
Den letzten Stoß in einer langen Reihe von Niederlagen für die Militärs – schon im März 1999 sprach sich ein Gericht gegen die militärische Nutzung aus – kam ausgerechnet vom Bundesrechnungshof. Das Verteidigungsministerium musste vorrechnen lassen, dass das Bombodrom völlig überflüssig sei, schließlich seien die beiden anderen Luftwaffen-Übungsplätze in Bayern und Niedersachsen keineswegs ausgelastet.



Track-By-Track
Ausgeplaudert
Reiseleitung gesucht



