Fraunhofer Institut auf der Jagd nach illegalen Media-Downloads
Dass die Musikindustrie ihren wirtschaftlichen Untergang wegen zuvieler illegaler Musikdownloads kommen sieht, wurde inzwischen hinlänglich diskutiert. Dass die Industrie jetzt Schützenhilfe von einer neuen Technik erhalten soll, die das Fraunhofer Institut entwickelt hat, ist hingegen ganz neu.
CoSee heißt das Spinn-Off des Fraunhofer Institutes, das ein Verfahren entwickelt, um mit digitalen Wasserzeichen versehene Tracks schneller aufspüren zu können.
“Weil Wasserzeichen nur einen passiven Schutz bieten, braucht es eine aktive Suche nach diesen Daten auf Tauschbörsen oder Internetplattformen wie YouTube. Sonst haben Wasserzeichen keine Wirkung”, so Patrick Wolf, Geschäftsführer von CoSee. Deshalb hat CoSee einen eigenen Suchdienst als Weiterentwicklung des so genannte “Media Search Framework” entwickelt.
Mp3-Musikstücke werden mit auf unhörbaren Frequenzen basierenden Abweichungen in Lautstärke und Tonhöhe gekennzeichnet. Genau nach diesen versteckten Unterschieden sucht später die neue Suchtechnologie, die gezielt Internetplattformen durchforsten kann.
Geplant ist es, Musikstücken beim Kauf im Online-Shop diese Abweichungen während des Downloads mitzugeben. Zugleich werden Informationen über den Käufer in den heruntergeladenen Dateien versteckt. Das System sei, so behaupten seine Entwickler, störungsfrei und anders als andere Kopierschutzmethoden nicht zu umgehen.
Ein ausführliches Interview zum Thema mit den Entwicklern auf Gulli


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