Alles Käse? Leider nein. Verbraucherbetrug in Imbissen und Kühltheken
Was ist das nur wieder für ein Käse, den die Nahrungsmittelindustrie uns da auftischt?
Anna log, oh Verzeihung Analog Käse – bei diesem Käse lügt die Industrie, dass sich die Balken biegen.
Ein Käse, in dem sich keine Milch mehr sondern lediglich Pflanzenfett, Aromen und jede Menge Geschmacks-verstärker befindet.
Wer das noch lecker findet, dem ist nicht mehr zu helfen. Das Problem nur, wie so oft, woran soll man/frau erkennen, was hinter dem Blumigen Aufdruck z.B. Pizza-Mix verbirgt. Wer annimmt, damit einen Käsemix aus Edamer, Mozarella oder Gouda zu erwerben, wird schwer getäuscht. Von einem Naturprodukt keine Spur.
foodwatch fordert Verbraucherinformation
Die Verbraucherrechtsorganisation foodwatch geht zu Recht seit einigen Tagen verstärkt auf die Barrikaden fordert die Veröffentlichung von Kontrollergebnissen. Der stellvertretende foodwatch-Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt. “Die Behörden wissen davon. Im Interesse der Verbraucher müssen sie die Betrüger nennen – es gibt keinen Grund, die Deklarationsverstöße geheimzuhalten.”
In den vergangenen Tagen hatten mehrere Vertreter von Lebensmittelkontrollbehörden der Länder erklärt, dass etwa an Imbissbuden Pseudo-Käse als echter deklariert werde. Welche Betriebe falsche Angaben machen, wird jedoch nicht veröffentlicht. “Die Behörden verweigern diese Informationen trotz Verbraucherinformationsgesetz. Sie schaden damit den Verbrauchern und den ehrlichen Betrieben, die nicht vor Betrug geschützt werden”, so foodwatch-Experte Wolfschmidt.
foodwatch fordert zudem eine eindeutige Kennzeichnung, mit der Verbraucher billige Ersatzprodukte von echtem Käse unterscheiden können. Wolfschmidt: “Pseudo-Käse muss klar und deutlich als ‘Käse-Imitat‘ gekennzeichnet werden, im Handel genauso wie auf Speisekarten und an Verkaufstheken.
Uns Käufern bleibt bis dahin nur, die Verpackungsangaben im Supermarkt noch gründlicher zu studieren. Oder noch besser: direkt beim Erzeuger einzukaufen. Das schont das Klima, stärkt die heimische Wirtschaft und macht ausserdem viel mehr Spaß als im Supermarkt an der Kasse zu stehen.
Wie, das geht nicht? Aber ja, fast jeder Ort hat einen Wochenmarkt, auf dem lokal ansässige Bauern ihre Produkte anbieten. Da wird man garantiert auf leckere Art fündig. Eine interessante Alternative für Eilige und Gestresste ist die “Grüne Kiste“.
Unter diesem Titel bieten inzwischen viele Erzeuger ihre Produkte im Lieferservice an – hier beispielhaft einige Adressen aus der ganzen Republik:
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