Neues David Sylvian Album in Sicht
David Sylvian, der Meister des Schönklangs und unangefochtene Eleganz-Gigolo des Gesangs schickt sich an, nach dem sehr gelungenen Kollaborations-Projekt Nine Horses, dessen Album “Snow Borne Sorrow” 2006 von britischen Musikjournalisten zum bestproduzierten Album gewählt wurde, wieder ein Solowerk aus seinem ästhetisch hochwertigen Schaffen zu präsentieren.
“Manafon” wird der Titel des neuen Albums lauten, auf dem Sylvian dieses Mal mit Unterstützung von Evan Parker, John Tilbury, Keith Rowe, Christian Fennesz, Otomo Yoshihide und einigen anderen hochkarätigen Gästen vermutlich etwas jazzigere Töne anschlagen wird, was man aber beim Magier der ganz besonderen Soundverquickungen von Ambient bis Avantgarde nie ganz genau vorhersehen kann.
Sicher wird sich aber auch diese Veröffentlichung wieder nahtlos in den Werkkatalog des eklektischen Engländers eingliedern, der bereits mehrfach Musik-Momente für die Ewigkeit geschaffen hat und sich mit Werken wie “Brillant trees”, “Secrets of the beehive” und “Dead bees on a cake” seinen Platz in der Songwriter-Elite mit Kunstanspruch gesichert hat.
Auch sein letztes, in zwei Variationen veröffentlichtes Soloalbum unter den Titeln “Blemish” und “The good son vs. The only daughter” zeugen von seiner großen schöpferischen Klasse, die aus Kompositionen hervortritt, die eine ganz besondere Mischung aus Dandy-Dekadenz und Gefühls-Grandezza atmen, immer mit einem Erinnerungs- und Zeugen-Ohr in kulturellen Traditionen und mit einem zweiten, messianisch angehauchten auf der Suche nach Inspirationen für neue Modernen und für die akustische Unendlichkeit.
Sylvians Gespür für außergewöhnliche Klänge findet sich über die eigenen Werke hinaus auch in den seltenen, dafür aber stets sehr erlesenen Veröffentlichungen seines exklusiven Edel-Labels SamadhiSound wieder, die immer wieder wahre Offenbarungen für “Kopfhörer” mit Seele sind. Zuletzt waren es die experimentellen Klangwelten seines Bruders Steve Jansen auf “Slope” sowie das delikate Thomas Feiner Werk “The Opiates revised” (!!!), die dem Ruf des Meisters als Klanggourmet alle Ehre machten.
Und auch das 2008 erschienene Remix-Album “Money for all” des erwähnten Nine Horses Debüts besticht durch seine klangliche und rhythmische Intensität, komplexe Kompositionen und ein hohes Maß an Originalität.
Vertrauen wir also darauf, dass Sylvian weiter der beste Bewahrer und Förderer kreativer Energien ist und seine grenzenlose Neugierde und Bereitschaft zur ständigen Erneuerung und Veränderung auch bei dem für April avisierten “Manafon” zum obersten Prinzip erhebt. Dann wird er uns ein weiteres Mal mit einer ganz eigenen Soundwelt überraschen, faszinieren und gefangen nehmen.
Mehr Input unter www.samadhisound.com und www.davidsylvian.com


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