Apps & Gadgets - 30.09.08 -

Kein Durchblick für Google Street View

Es könnte alles so schön sein: Zu Hause gemütlich im Sessel sitzend die Welt bereisen – Sightseeing à la Google. Mit dem neuen Dienst Google Street View möchte der Suchmaschinenriese seine Nutzer von Google Maps beglücken.

In den USA ist der Dienst schon online, wie in diesem Demonstrationsvideo von Google zu sehen ist. Nicht nur via Strassenkarten und Adresse kann gesucht werden. Der neue Dienst erlaubt es interessante Orte, wie zum Beispiel den New Yorker Time Square, virtuell zu begehen.

Nun soll der Dienst auch in Deutschland starten und Google-Mobile fahren durch deutsche Städte mit Kameras auf den Autodächern, um die notwendigen Fotos zu schießen. Spätestens an dieser Stelle ist jedoch Schluss mit lustig. Panoramafotos aus dem eigenen Vorgarten weltweit abrufbar? Geht das? Dürfen die das?

Als erstes wehrt sich die norddeutsche Gemeinde Molfsee und erklärt, Google müsse per Straßenverkehrsordnung dazu verdonnert werden, eine Sondernutzungserlaubnis vorzulegen. Diese erteilt die Gemeinde – oder eben auch nicht.

Auch andere Städte rüsten zum Schutz der Privatsphäre ihrer Bürger zum Kampf gegen Google Street View. Die juristischen Erfolgsaussichten sind ungewiss. Im Gegensatz Google muss jedoch jede Gemeinde für sich allein streiten…



Kommentar schreiben