Metallicas Konzept, den Tod zum Kassenmagneten zu machen
Sie haben über 100 Millionen Alben verkauft, 7 Grammys eingeheimst und mit “Some kind of monster” eine einzigartige Dokumentation über das Innenleben der Band und deren therapeutischen Drahtseilakt veröffentlicht, der intime Einblicke auf dem Weg von der selbstzerstörerischen Depression bis zur kreativen Explosion gewährt.
Metallica. Das ist ein Wort gewordenes Versprechen, durch jede Härte zu gehen. In der Musik wie im Leben.
Das letzte schwermetallische Lebenszeichen war 2003 “St. Anger,” die musikalische Seelenschau des monsterhaften Wiederannäherungs-Prozesses der Band, der in der filmischen Dokumentation einen im Rockgenre bisher einzigartig intimen Einblick in ein von Krisen geschütteltes Bandleben bzw. eine echte Nagelprobe des musikalischen Überlebens vor Augen führte.
Seitdem warten Metal-Gläubige in aller Welt darauf, dass auf das therapeutische Werk der durch psychologische Supervision kanalisierten Emotionen endlich wieder ein musikalisch heftiger Wurf der leidenschaftlich aggressiven Heavy-Lust gelingt, der Metallica seit ihrer Gründung 1981 zu den Ikonen des Genres und zu Idolen ganzer Heerscharen von Rock-Rookies werden ließ. Wie etwa für die mittlerweile ebenfalls höchst erfolgreichen Epigonen von Trivium, die sich nun selbst einer treuen Metaller-Jüngerschaft erfreuen können.
Am 12. September hat das lange Warten endlich ein Ende. Denn dann ist die neuerliche Mission Metallica beendet und mit “Death magnetic” steht als Ergebnis das neue Opus im Handel. Ersten Hörproben zufolge haben Metallica wieder diese kongeniale Mischung aus brachialer Wut und diffizilen Songstrukturen hinbekommen. Die Vermutung, dass “Death magnetic” tatsächlich sogar magnetischen Sog bewirken könnte, knüpft sich auch an die Tatsache, dass mit Produzenten-Guru Rick Rubin ein ausgefuchster Qualitäts-Garant an den Reglern sitzt.
Der neue Stammbassist Robert Trujillo verortet das Werk stilistisch zwischen den wegweisenden Band-Klassikern “Master of puppets” und “And justice for all”, was ebenfalls die Hoffnung aufkeimen lässt, dass wir am 12. September in die CD-Stores hecheln, um Eigentümer eines neuen brettharten Granatenalbums zu werden. Inklusive eines veritablen Balladen-Nachfolgers von “Nothing else matters.”
Hardcore-Fans erwartet mit einem angekündigten DVD Box Set ein fettes Pfund an Devotionalien: Vom offiziellen Album über eine Bonus-CD mit 10 Demo-Songs bis hin zu einer Making-of-DVD von “Death Magnetic” plus T-Shirt, Flagge, Gitarrenpicks, Poster und USB-Stick mit Metallica-Logo ist da alles drin, was das Merchandise gierige Fan-Herz begehrt.
Also Kutte an, Luftgitarre raus und schön die Nackenmuskeln lockern zum ultimativen Headbanging-Highlight des Jahres.


Feines Folkalbum
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Neues Album der Punk-Pop-Pioniere
















