CeBIT bringt Ordnung in die Digitalfotografie
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Man hat es quasi vor Augen: das Foto vom letzten Beyoncé Konzert. Wembley stand Kopf. Nur, wo ist das Bild bloß gelandet? Seitdem es Digitalkameras gibt, wird sooft auf den Auslöser gedrückt, wie nie zuvor. Tausende von Bildern entstehen in kürzester Zeit und füllen Gigabyte um Gigabyte der Festplatte. Wer seine Schnappschüsse – womöglich nach Jahren – wiederfinden möchte, muss Ordnung halten und wie bei Papierfotos auch, die digitalen Bilder “beschriften”. Das ist lästig, frisst Zeit, die weder Profis noch Amateurfotografen gern investieren.
Abhilfe verspricht ein innovatives System, das die Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT auf der CeBIT vorstellen. Zu sehen sein wird ein Prototyp, der Bilder beim Speichern auf der Festplatte selbständig und intelligent organisiert. Die Forscher werden bei diesem Projekt sogar von der EU gefördert. “aceMedia”, so der wenig sprechende Name, untersucht neue Bilder hinsichtlich einer Vielzahl von visuellen und inhaltlichen Eigenschaften.
Laut Angabe der Forscher kann das System erkennen, ob eine Aufnahme drinnen oder draußen gemacht wurde, ob es eine Landschaft handelt oder eine Skyline. Selbst Gesichter soll die Software erkennen können. Wird ein Gesicht erkannt, kann dem Foto der Name der einmal gelernten Person zugeordnet und die Bilddatei beschriftet werden. Das System erzeugt mit den erkannten Bildmerkmalen sogenannte Metadaten. Anhand dieser soll sich ein Bild dann leicht wiederfinden lassen. Das die Software Bilder und Videos auch automatisch in Sammlungen nach Themen oder Zeiträumen ordnen kann, versteht sich dann fast von selbst.
Also ran an die Apparate! Wenn das Produkt erst mal auf dem Markt ist, ist immer noch Zeit genug, Ordnung in seine Fotosammlung zu bringen.


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